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Pressemitteilung zum Corona-Lockdown
Obermeister Jörg Zecher: „Es geht hier um Existenzen!“

Das Statement ist klar und wird sofort ohne Umschweife kommuniziert: „Unsere Salons müssen ab dem 15. Februar wieder öffnen!“, so Obermeister Jörg Zecher von der Friseur- und Kosmetiker-Innung Mecklenburg-Nordwest, „Denn die Lage ist dramatisch und die Rücklagen unserer Inhaber*innen sind aufgebraucht.“

Die Salons der Innung und auch viele weitere Friseurmeister und Kosmetikstudios in Wismar und ganz Nordwestmecklenburg sind daher aufgefordert, sich an der zweiten bundesweiten Aktion des Zentralverbands zu beteiligen: „Licht an, bevor es ganz ausgeht!“.

„Vom 31. Januar bis zum 01. Februar haben wir bereits das Licht in unseren Salons und Studios 24 Stunden lang brennen gelassen, um auf die dramatische Situation aufmerksam zu machen.“, erklärt Obermeister Jörg Zecher. „Nun wird unsere Innung, gemeinsam mit allen anderen Innungen in M-V, am vom 5. bis 6. Februar diese Aktion wiederholen, um nochmals mit Nachdruck auf unsere fatale Lage aufmerksam zu machen.“

Doch allein mit dieser Aktion sind lange nicht alle Probleme gelöst. Seit dem 16. Dezember, Kosmetikstudios sogar seit dem 02.November, sind über 80.000 Salons deutschlandweit geschlossen. Bei den oft familiengeführten Handwerksbetrieben ist der Umsatzverlust der vergangenen Monate nicht mehr zu überbrücken. „Die Gehälter unserer Mitarbeiter werden aktuell oft aus den privaten Rücklagen der Inhaber finanziert, da die Überbrückungshilfen III und auch das Kurarbeitergeld für Januar frühestens im Februar zu Auszahlung kommen. Es wird die Altersvorsorge angegriffen oder aus dem Familiensparbuch genommen.“, berichtet Obermeister Zecher. „Viele sind am Ende, finanziell wie auch seelisch und wollen am liebsten hinschmeißen.“

Auch der komm. Geschäftsführer der Innung, Ulf Gudacker, weiß um die finanziellen Nöte der Betriebsinhaber zu berichten. „Die Hygienemaßnahmen wurden bereits nach dem ersten Lockdown im vergangenen Frühjahr unter großen finanziellen Anstrengungen umgesetzt. Teilweise sind teure bauliche Veränderungen getätigt worden, um einen maximalen Schutz für Kunden und Mitarbeiter zu gewährleisten. Daher ist das Unverständnis von Inhabern und auch Kunden über die andauernde Schließung aktuell umso größer. Eine Preissteigerung nach Wiedereröffnung ist somit sehr wahrscheinlich im gesamten Friseur- und Kosmetikgewerbe unabdingbar.“, berichtet der Geschäftsführer. Und Jörg Zecher ergänzt: „Teilweise werden bereits unsere Mitarbeiter in die Schwarzarbeit gedrängt, aus purer Existenzangst.“

Daher wird Obermeister Jörg Zecher nicht müde seine Forderung zu wiederholen: „Lasst unsere Salons ab dem 15. Februar wieder öffnen, oder es werden viele überhaupt nicht mehr öffnen!“

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